Wenn sich weiße Judo-Gis mit bunten Perücken, Hawaii-Ketten und Cowboyhüten mischen, dann ist klar: In Viernheim ist Fastnachtsumzug! Der 1. Viernheimer Judo-Club e.V. ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, mit einer starken Truppe das närrische Treiben in der Innenstadt zu bereichern.
Eine Fußtruppe mit Schlagkraft und Charme
Mit rund 40 aktiven Judoka, von den kleinsten Nachwuchskämpfern bis hin zu den erfahrenen Dan-Trägern, präsentierte sich der Verein als lebendige und fröhliche Gemeinschaft. Unter der Startnummer 34 reihte sich die Fußtruppe in den Lindwurm der Narren ein. Angeführt wurde die Gruppe stolz vom Vereinsschild, das von einem stilechten „Judo-Cowboy“ getragen wurde.
Die Kostümierung war eine gelungene Mischung aus sportlicher Identität und karnevalistischer Freiheit: Über den traditionellen Judoanzügen blitzten neonfarbene Perücken in Blau und Pink hervor, was im grauen Februarwetter für tolle Farbakzente sorgte.
Kamelle, Blumen und japanische Tradition
Statt Wurftechniken auf der Matte zu trainieren, übten sich die Mitglieder heute im „gezielten Wurfmaterial-Einsatz“. Aus gut gefüllten Beuteln wurde reichlich Naschwerk unter das närrische Volk gebracht. Doch der VJC hatte dieses Jahr noch mehr im Gepäck:
- Traditioneller Pflaumenwein: Wie es beim 1. VJC gute Sitte ist, wurde an die erwachsenen Zuschauer der beliebte Pflaumenwein ausgeschenkt – eine kleine Hommage an die japanischen Wurzeln des Sports.
- Frühlingsgrüße im Februar: Als besonderes Highlight verteilten die Judoka in diesem Jahr zusätzlich kleine Blumensträuße. Diese charmante Geste sorgte für besonders viele strahlende Gesichter und begeisterte Kommentare am Straßenrand.
Gemeinschaftssinn über den Sport hinaus
„Es ist toll zu sehen, wie viele unserer Mitglieder auch außerhalb der Trainingszeiten zusammenkommen“, resümierte die Vereinsführung. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt zwischen Trainern, Eltern und Kindern und zeigen, dass der 1. VJC ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Viernheim ist. Trotz der ausgelassenen Stimmung blieb die Gruppe diszipliniert und bewies, dass die Judo-Werte auch im größten Trubel Bestand haben.
Nach dem offiziellen Teil des Umzugs ließen viele Mitglieder den Tag gemeinsam ausklingen. Ein herzlicher Dank geht an alle Helfer und Teilnehmer, die diesen Tag durch ihre gute Laune und ihr Engagement unvergesslich gemacht haben.
Der 1. Viernheimer Judo-Club e.V. bedankt sich bei den Organisatoren der Stadt Viernheim für den reibungslosen Ablauf und freut sich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Judo meets Fastnacht!

